Ein halbes Jahrhundert mit Musik – das Blasorchester stellt sich vor.

2007 übernimmt nach einigen Überlegungen und Gastproben Heinz Rehring die musikalische Leitung. Als ausgebildeter Musiker war er lange Jahre beim Bundesmusikkorps aktiv. Dank harter Proben gelang es dem Orchester sich unter seiner Führung musikalisch weiterzuentwickeln. Es kam zu einer Steigerung der Qualität und einer Erweiterung des Repertoires. Seit der Neubesetzung des Dirigats umfasst unser Repertoire eine weite Spannbreite, sodass von traditioneller Blasmusik, Jazzstücken, Filmmusik und Musicals bis hin zur konzertanten Blasmusik alles vertreten ist, was das Musikerherz höher schlagen lässt. Auch in der Jugendarbeit hat sich einiges getan. Dank effizienter Arbeit und Werbung bei verschiedenen Veranstaltungen haben einige Jungmusiker den Weg ins Orchester gefunden, die heute zu den Stammspielern zählen. Besonders der Bereich der Holzbläser konnte so beachtlich erweitert werden. In den letzten Jahren tut sich nun auch im Blechregister etwas.

Zu den musikalischen Schwerpunkten eines Orchesterjahres zählen Auftritte bei Schützenfesten, Erntedank- und Oktoberfesten sowie unser Frühjahrs- und Herbstkonzert.

Das Herbstkonzert wurde erstmals 2007 unter der musikalischen Leitung von Heinz Rehring geplant und mit großem Erfolg durchgeführt. Es fand so großen Anklang in Drabenderhöhe und Umgebung, dass es mittlerweile aus dem Veranstaltungsplan nicht mehr wegzudenken ist und ab 2007 zu den Höhepunkten im Jahr gehört. Das Orchester überzeugt hier vor allem durch eine gelungen Mischung quer durch die Musikgeschichte, sodass für jeden Zuhörer was dabei ist.

Nach einem erneuten musikalischen Wechsel leitete ab 2011 der Profimusiker und gebürtiger Scharoscher Johann Salmen das Orchester. Seinem Gespür für Musik und dem fachlichen wie pädagogischen Wissen, gepaart mit der Heimatverbundenheit von Dirigent und

Orchestermitgliedern, ist es zu verdanken, dass das musikalische Können des Orchesters sich kontinuierlich weiterentwickelte und trotz manch harter Proben der Spaß an der Musik nie zu kurz kam.

Neben diesem Dirigentenwechsel standen 2012 auch Neuwahlen des Vorstandes an und Jürgen Poschner gab seinen Posten als 1. Vorsitzende auf, um die Geschicke des Orchesters in jüngere Hände zu geben. Gesagt, getan. Andreas Bodendorfer, 1. Flügelhornist und damals 24 Jahre jung, wurde einstimmig zum neuen 1. Vorsitzenden gewählt. Eine neue Ära begann nun im Orchester und nach und nach wurden immer mehr Aufgaben an die jüngere Generation übergeben, ein Prozess, der im Jubiläumsjahr weitgehend abgeschlossen ist. Zudem ist Andreas Bodendorfer auch Vorsitzender der Vereinten Siebenbürgischen Kapellen von NRW und Wolfsburg. 1956 auf Initiative von Michael Baier gegründet, finden jeweils jährlich Musikertreffen in den unterschiedlichen siebenbürgischen Siedlungen statt. Die Musikerfeste von 2008 bis 2015 fanden abwechselnd in Drabenderhöhe, Herten und Setterich statt und förderten den kollegialen wie musikalischen Austausch unter den Orchestern. Es hat sich hier eine Veranstaltung etabliert, die in jedem Jahr ein großer Erfolg mit großem Spaßfaktor ist, die man nicht mehr missen möchte.

Während des Herbstkonzertes 2012 wurde Michael Hartig, ein Gründungsmitglied unseres Orchesters und 2. Flügelhornist, mit dem Verdienstabzeichen „Pro Meritis“ des Verbandes der Siebenbürger Sachsen ausgezeichnet. Seit 65 Jahren Musiker, setzte er sich unermüdlich für die Pflege des Siebenbürgisch-Sächsischen Kulturguts ein und hat zur Integration in Drabenderhöhe beigetragen. Das aus seiner Feder stammende Lied „Heimat“, eine Hommage an die Neue Heimat der Siebenbürger Sachsen in Drabenderhöhe, wurde von Chor und Orchester zu seinen Ehren erstmals aufgeführt und machte die Überraschung des Abends perfekt.2013 gestaltete das Orchester zusammen mit der Tanzgruppe, sowie dem Honterus-Chor den Heimattag in Dinkelsbühl. Neben der Eröffnung und dem Festakt spielten wir Platzkonzerte vor der Schranne und auf dem Siebenbürger Markt, ein Frühschoppen im Festzelt und nahmen natürlich am Umzug teil. Es war ein Wochenende voller Musik und Gemeinschaft. Ein Highlight jagt das nächste! Im darauffolgenden Jahr 2014 begab sich das Orchester von Dortmund aus auf große Fahrt nach Bistritz. Wir waren vom Freundeskreis Wiehl-Bistritz dazu eingeladen worden, die Feierlichkeiten zur Unterzeichnung der Städtepartnerschaft vor Ort musikalisch zu um Rahmen. Neben der Eröffnung einer Ausstellung zum Gedenken an die Flucht der Nordsiebenbürger übernahmen wir auch verschiedene weitere Programmpunkte wie die musikalische Begleitung des Gottesdienstes oder aber ein Konzert im Park von Bistritz. Während dieses Wochenendes lernten wir die Gastfreundschaft der Bistritzer kennen und verbrachten so manch schöne Stunde zusammen. Natürlich darf neben den Proben, die sowohl dem Dirigent wie auch den Musikern manchmal viel abverlangten, der Spaß nicht zu kurz kommen. Ausflüge nach Tschechien, Hem oder ins nahe gelegene Meckenheim gehörten ebenso zum Orchesterleben wie das jährlich stattfindende Sommerfest und bieten die Möglichkeit die Gemeinschaft des Orchester pflegen.

Ein Fazit nach 50 Jahren Orchester lässt sich in einigen knappen Worten abschließend zusammenfassen: Gemeinschaft und Freude – Musik verbindet uns mit unsichtbaren Fäden und belebt unseren Alltag.

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